[Rezension] Die Klatschmohnfrau - Noëlle Châtelet


Fakten

Noëlle Châtelet
Flexibler Einband, 176 Seiten
Genre: Roman
Erschienen bei KiWi, 2006
ISBN: 978-3-462-02997-0


Inhalt

"Der Roman beschwingt den Leser durch eine verführerische Weisheit: Liebe kann Unendlichkeit versprechen - egal wieviel Zeit bleibt." kulturSPIEGEL

Marthe ist siebzig und führt ein völlig zurückgezogenes Leben als Witwe. Fast 50 Jahre war sie mit Edmond verheiratet, einem Mann, den ihr Vater für sie ausgesucht hatte. Pflichtbewußt und rücksichtsvoll hat sie immer nur für andere gelebt, den ernsten Edmond, ihre Kinder und später die Enkelkinder. Und dann lernt sie Félix kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick, Marthes große Liebe. Félix, der Maler ist und noch einmal zehn Jahre älter, wirbelt ihr Leben völlig durcheinander. Sie, die stets dunkelblau gekleidet war, kauft sich ein rot gemustertes Kleid, klatschmohnrot wie das der jungen Frau, die sie auf der Straße gesehen hat. [...]

"Einfach nur schön: Noëlle Châtelet erzählt, warum es für die Liebe nie zu spät ist." Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt

Cover

Das Cover ist vorne in schlichtem weiß und hinten komplett in rot gehalten. Vorne findet sich mit Aquarell - vermute ich - gemalter Klatschmohn. Somit ist das Cover passend zu Titel und Buch gewählt und wirkt durch seine dezente Art sehr stimmig.


Aufbau, Stil

Das Buch ist in 20 - sofern ich mich nicht verzählt habe - unterteilt, die alle eine angenehm kurze Leselänge haben.
Ein personaler Erzähler beschreibt Marthes Empfindungen und ihr Gefühlschaos. Man kann sich gut in die Protagonistin hineinversetzen und durchlebt alles auf einer emotionalen Basis mit ihr.


Meine Meinung

Das Buch ist herzallerliebst. Man begleitet Marthe dabei, wie sie - im Alter von 70 Jahren - zum ersten Mal richtig verliebt ist, ihren ersten Frühling erlebt. In gewissen Momenten ertappt man sich beim Lesen dabei, wie man daran denkt, dass man früher genauso gehandelt hat wie Marthe. Man begleitet Marthe zu ihren Dates mit Félix und fühlt mit ihr durch ihre erste unbegründete Eifersucht.
Eine zuckersüße Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf und es zeigt sich, dass man niemals zu alt für einen ersten, vielleicht auch zweiten, Frühling ist.
Ich habe mit Marthe gelacht, gezittert, aufgeregt dem nächsten Treffen entgegen gefiebert und ständig mit ihr gehofft, dass alles ein gutes Ende nimmt.
Niedlich, verliebt liest man sich schnell durch das Buch und mit seinen 176 Seiten ist es auch absolut kein dicker Wälzer.


Fazit

Ein erfrischender Liebesroman für Zwischendurch, den man unbedingt gelesen haben sollte, wenn man mal wieder was fürs Herz braucht.
Ich finde das Buch super schön und werde es definitiv weiterempfehlen und, wenn sich die Gelegenheit bietet, verschenken.


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